Umfängliche Studie: Milch & Milchprodukte erhöhen das Parkinson-Risiko

Eine Metaanalyse aus Italien stellte einmal mehr einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und einem erhöhten Parkinson-Risiko her. Ein anderes beliebtes Getränk schützt dagegen vor der Erkrankung. Alle Details!

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Wissenschaftler:innen aus Italien haben die Ernährung mit Blick auf das Risiko, an Parkinson zu erkranken, in den Fokus genommen. In einer umfangreichen Metastudie zeigte sich eine Kausalität zwischen Milchkonsum und einem erhöhten Parkinson-Risiko.

Ernährung und Parkinson

Wissenschaftler:innen der University of Milano-Bicocca in Italien gingen der Frage nach, wie sich die Ernährung auf die Parkinson-Erkrankung auswirkt. In ihrer Studie betonen die Forschenden, dass die Ernährung vielseitigen Einfluss auf die als Schüttellähmung bezeichnete Krankheit habe und deswegen so sehr im Zentrum weltweiter Forschungen stehe.

Umfangreiche Studie zur Ernährung bei Parkinson

Die Wissenschaftler:innen führten eine großangelegte Metaanalyse durch, bei der sie bestehende Forschungsarbeiten zu unterschiedlichen Themen – etwa Fehlernährung bei Parkinson oder die Rolle von Mikrobiota, Vitaminen, Milchprodukten, Kaffee und Alkohol – berücksichtigten. Insgesamt 52 Studien aus den Jahren 2000 bis 2022 wertete das Team aus. Berücksichtigt wurden randomisierte klinische Studien, Fall-Kontroll-Beobachtungsstudien und Follow-up-Studien.

Frau gießt Milch in ein Glas - Foto: iStock/DenizA
Milchkonsum und Parkinson

Milch gehört zu den umstrittensten Lebensmitteln. Früher als Knochenstärker gelobt, zeigen heute immer mehr Studien die Gesundheitsrisiken von Milch(-produkten) auf. Unter anderem fördert der im Milchzucker enthaltene Einfachzucker Galactose Entzündungsprozesse im Körper.

Seit Jahren forschen Wissenschaftler:innen immer wieder zum Thema Milchkonsum und Parkinson. 2005 beispielsweise ergab eine Studie der Korea University, dass Männer, die 0,5 Liter Milch am Tag tranken, ein doppelt so hohes Risiko aufwiesen, im Verlauf ihres Lebens an Parkinson zu erkranken, als Männer, die keine Milch tranken.

Milch erhöht Parkinson-Risiko, Kaffee schützt

Nach Auswertung der 52 bestehenden Studien kommen die Forschenden der University of Milano-Bicocca zu dem Schluss, dass "Milch und Milchprodukte das Parkinson-Risiko erhöhen".

Dem entgegen wirke sich eine mediterrane Ernährung positiv auf den Verlauf der Krankheit aus und stehe mehr noch in Verbindung mit einem verzögerten Ausbruch. "Andere Faktoren wie Polyphenole, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Kaffeekonsum können eine potenzielle Schutzwirkung haben", schreiben die Forschenden in ihren Studienergebnissen.

Die Metaanalyse, die Milch mit einem erhöhten Parkinson-Risiko in Zusammenhang bringt, erschien im Fachblatt "Nutritional Neuroscience".