Stockschnupfen: Die besten Hausmittel, um die Nase freizubekommen

Stockschnupfen ist oft unangenehm: Die Nase ist so sehr verstopft, dass die Atmung behindert ist. Hausmittel können helfen, das Sekret zu lösen und die Beschwerden zu lindern. 

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Bei Stockschnupfen ist die Nase dicht – und nun? Wenn die Nasenatmung erschwert ist, greifen viele Betroffene zu Hausmitteln und Homöopathie. Inhalation, Globuli, Schüßler-Salze und Co. heilen Stockschnupfen zwar nicht, sie können aber die Symptome lindern.

Stockschnupfen-Symptome: Diese Beschwerden treten auf

Wenn die Schleimhäute stark angeschwollen sind und die Nase mit zähflüssigem Sekret verstopft ist, sprechen Mediziner:innen von Stockschnupfen. Die Betroffenen können nicht mehr richtig durch die Nase atmen, was vor allem in der Nacht sehr lästig ist und den Schlaf rauben kann.

Der Schleim ist oft grünlich-gelb gefärbt und kann nicht mehr richtig abfließen. Dadurch funktioniert die Belüftung der Atemwege nicht richtig, weshalb sich häufig zusätzlich die Nasennebenhöhlen entzünden. Ein starkes Druckgefühl im Kopf sowie dumpfe Kopfschmerzen sind ebenfalls Symptome, die auftreten können.

Stockschnupfen: 4 Hausmittel, die das Nasensekret lösen

Entzündungshemmende Mittel und schleimlösende Maßnahmen unterstützen den Körper bei der Heilung und können auch dazu beitragen, eine chronischen bzw. dauerhaften Schnupfen zu verhindern. Doch was können Sie tun bei Stockschnupfen bzw. welche Hausmittel versprechen Linderung? Drei bewährte Methoden, um die Nase wieder freizubekommen:

1. Stockschnupfen lösen durch Inhalieren

Inhalieren ist immer eine wirksame Maßnahme bei Stockschnupfen. Das geht ganz einfach mit einem Gefäß (Kochtopf oder Schüssel), heißem Wasser und einem Handtuch. Dafür füllen Sie das heiße Wasser in einen Topf und beugen sich darüber. Achten Sie auf einen kleinen Abstand, um sich nicht zu verbrennen. Das Handtuch wird über den Kopf gelegt, damit der Dampf nicht so leicht entweicht. Eine Inhalation dauert etwa zehn bis 20 Minuten und man kann sie mehrmals täglich (zum Beispiel morgens, mittags und abends) wiederholen.

In der Apotheke gibt es auch spezielle Dampfinhalatoren. Diese haben den Vorteil, dass der Dampf gezielt in die Nase gelangt und weder das Gesicht verbrennt noch die Augen reizt.

Bei Stockschnupfen eignen sich besonders ätherische Öle, die Sie in das dampfende Wasser geben können (zwei bis vier Tropfen):

  • Eukalyptus

  • Thymian

  • Pfefferminz

  • Kamille

  • Kampfer (Campher)

Sie helfen, den Stockschnupfen zu lösen, die Nase zumindest vorübergehend wieder freizumachen und das Durchatmen zu erleichtern. Darüber hinaus wirken die ätherischen Öle schleimlösend und entzündungshemmend.

Vorsicht: Für Babys und kleine Kinder sind ätherische Öle nicht geeignet, weil das Hausmittel bei ihnen zu schwerwiegenden Beschwerden führen kann: Reizungen der Schleimhäute sind möglich, auch Bewegungsstörungen, Erbrechen und sogar Atemnot können auftreten.

2. Was tun bei Stockschnupfen? Warme Bäder können helfen

Wenn die Nase dicht ist, empfinden viele Menschen warme Wannenbäder als wohltuend. Die Bäder funktionieren fast nach dem gleichen Prinzip wie das Inhalieren: Der heiße Wasserdampf und Zusätze aus ätherischen Ölen wie Thymian oder Eukalyptus helfen, die Nase wieder freizubekommen. Wichtig ist, maximal 15 Minuten im Wasser zu bleiben, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein (etwa 35 bis 38 Grad Celsius). Bei Fieber ist das Baden nicht sinnvoll, denn es kann die Temperatur noch mehr erhöhen und den Organismus zu sehr anstrengen.

3. Nasenspülungen als Stockschnupfen-Hausmittel

Nasenspülungen mit einer Salzwasser-Lösung sind ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen. Sie können zähes Sekret flüssig machen. Allerdings ist es mitunter schwierig, die Spülung durchzuführen, wenn die Nase verstopft ist. Sehr hilfreich ist bei Stockschnupfen daher eine Nasendusche aus der Apotheke. Wenn Sie die Lösung für das Stockschnupfen-Hausmittel selbst herstellen wollen, lösen Sie dafür zwei gestrichene Teelöffel Salz in einem Liter Wasser auf.

4. Stockschnupfen-Hausmittel: Zwiebelsaft hilft vielen

Auch Zwiebelsirup trägt häufig dazu bei, dass die Nasenschleimhaut etwas abschwillt: Dafür eine Zwiebel klein schneiden, auf einen Teller legen und neben das Bett stellen. Die enthaltenen Senföle desinfizieren die Luft und regen die Schleimhäute an, Flüssigkeit zu bilden.  Das kann helfen, die verstopfte Nase bei Stockschnupfen wieder freizumachen.

Stockschnupfen: Homöopathie als sanfte Therapie bei verstopfter Nase

Unter den homöopathischen Arzneimitteln gibt es viele, die bei Stockschnupfen helfen sollen. Globuli sind hier eine häufige Darreichungsform. Welche homöopathischen Wirkstoffe infrage kommen, hängt vor allem davon ab, wie das Sekret aussieht:

  • Ist das Sekret weiß-gelb gefärbt, empfehlen Heilpraktiker:innen Wirkstoffe, die aus dem Kürbisgewächs Luffa gewonnen werden.

  • Bei gelb-grünem und dicken Sekret kommt das Mittel Pulsatilla zum Einsatz. Grundlage für den Wirkstoff sind einheimische Pflanzen, die unter dem Namen Küchenschelle bekannt sind.

  • Ist das Sekret dagegen durchsichtig-weiß, ist Nux vomica (Brechnuss) das Mittel der Wahl.

Zur akuten Behandlung des Stockschnupfens wird die Potenz D12 empfohlen – die Potenz bestimmt den Grad der Verdünnung. Von den entsprechenden Globuli sollten fünf- bis sechsmal täglich drei Globuli einnehmen. Weitere Globuli bei Schnupfen finden Sie hier.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie und Schüßler-Salzen wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind homöopathische Arzneimittel und Schüßler-Salze als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Stockschnupfen: Welche Schüßler-Salze sind empfehlenswert?

Die Heilmethode, Krankheiten mit stark verdünnten Mineralsalzen zu behandeln, geht auf den deutschen Arzt Wilhelm Schüßler zurück. Die Salze sollen ein Ungleichgewicht direkt in den Zellen ausgleichen und auf diese Weise Funktionsstörungen, aus denen sich Krankheiten entwickeln, beheben.

Bei Stockschnupfen werden folgende Schüßler-Salze zur Einnahme empfohlen:

  • Schüßler-Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) D6, wenn das Sekret weißlich-dick ist

  • Schüßler-Salz Nr. 6 (Kalium sulfuricum) D6, wenn das Sekret gelblich-dick ist

Um das Immunsystem zu stärken, können Sie bei den ersten Anzeichen von Stockschnupfen Schüßler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) D12. Die Empfehlung: Am ersten Tag zwei Tabletten pro Stunde; an den darauffolgenden Tagen immer jeweils zwei Tabletten am Morgen, Mittag und Abend.

Wenn sich durch die Hausmittel der Stockschnupfen nach etwa zehn Tagen nicht bessert, sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Quellen:

Mutti oder Medizin: Helfen Hausmittel bei Erkältung?, in: stiftung-gesundheitswissen.de

Heepen, Günther H (2015): Die sanften 3 der Naturheilkunde. Bach-Blüten, Homöopathie & Schüßler-Salze, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Köhler, G (2009): Lehrbuch der Homöopathie, Band 2: Praktische Hinweise zur Arzneiwahl, 7. Auflage, Stuttgart: Hippokrates Verlag.

Kovacs Dr. med. H. et al (2008): Homöopathie So heile ich mich selbst, München: BLV Buchverlag.