Erdmandeln: Die gesunde Alternative zu Nüssen

Erdmandeln lassen sich aufgrund ihres nussig-süßen Geschmacks in vielen Rezepten verwenden. Doch Erdmandeln sind auch sehr gesund. Was drin steckt und welche Wirkung Erdmandeln auf die Gesundheit haben.

Beutel mit Erdmandeln
Erdmandeln haben zahlreiche gesunde Eigenschaften, unterstützen das Abnehmen und sind reich an gesunden Fetten und Ballaststoffen. Foto: iStock/heliopix

Die Erdmandel ist, anders als ihr Name es verraten mag, keine Nuss. Zwar erinnert ihr Geschmack an Mandeln, die aus Afrika stammende Pflanze ist aber weder Steinobst noch wächst sie klassisch an einem Nussbaum. Die Pflanze gehört zur Familie der Sauergrasgewächse. Als Erdmandeln werden die erbsengroßen Knollen dieser Gräser bezeichnet – und diese sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Das macht Erdmandeln gesund

Erdmandeln haben viele gesundheitliche Vorteile. Sie sind

  • basisch,

  • für Allergiker geeignet,

  • reich an gesunden Fetten und Ballaststoffen,

  • mineral- und nährstoffreich und

  • unterstützend für Darm und Verdauung

Erdmandeln sind auch für Allergiker geeignet

Erdmandeln sind geeignet für nahezu alle Ernährungsformen. Das Schalenobst ist gluten- und laktosefrei, vegan, basisch und auch für Nussallergiker geeignet, da es sich bei Erdmandeln nicht um Nüsse handelt. Auch bei übermäßigem Konsum verursacht die Erdmandel keine Nebenwirkungen.

Erdmandeln enthalten viele Nährstoffe

Die Erdmandel überzeugt mit einer Fülle an Nährstoffen. Dadurch, dass die Pflanze ihre Vitalstoffe in der Knolle speichert, ist diese besonders reich an Vitaminen und Mineralien.

100 Gramm Erdmandeln enthalten:

  • 10% der täglich empfohlenen Kalziummenge

  • 30% der täglich empfohlenen Magnesiummenge

  • 30% der täglich empfohlenen Phosphormenge

  • 30% der täglich empfohlenen Eisenmenge[1]

Zudem stecken in der Erdmandel viele Vitamine, wie Vitamin E und C.

[1] Durchschnittlich empfohlene Menge für einen durchschnittlichen Erwachsenen

Nährwerte der Erdmandel: Weniger Kalorien als Nüsse

Kalorienarm ist die Erdmandel mit 460 kcal zwar nicht, trotzdem ist sie deutlich leichter als Nüsse. Wenn man sie als Ersatz für Nüsse verwendet, helfen Erdmandeln somit beim Abnehmen.

Die Erdmandel besteht zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Von den 40g Kohlenhydraten sind 21g Zucker. Das ist viel, jedoch kann man sich dies auch zum Vorteil machen: Wenn Sie die gesunden gemahlenen Erdmandeln zum Backen einsetzen, sparen Sie sich den Zucker an anderer Stelle.

Mit 20g ungesättigten Fettsäuren liefert die Erdmandel zudem eine gute Quelle für gesunde Fettsäuren, wie Omega-3-Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren sind wichtig für den Körper, da sie lebenswichtige Prozesse, wie den Stoffwechsel oder den Aufbau der Zellmembran unterstützen. Außerdem helfen sie dabei, das LDL-Cholesterin zu senken und somit einer Herzerkrankung vorzubeugen.

In Sachen Eiweiß kann die Erdmandel hingegen nicht punkten. Mit 5g Eiweiß pro 100g ist die Erdmandel insbesondere im Vergleich zu anderen Nüssen schlecht aufgestellt. Zum Vergleich: Mandeln enthalten 19g Eiweiß.

Erdmandel: Gesund für den Darm und die Verdauung

Ein weiterer positiver Aspekt ist der hohe Ballaststoffgehalt der Erdmandel, womit sie Darm und Verdauung zugutekommt. 100g Erdmandeln enthalten 24g Ballaststoffe, das deckt einen Großteil der empfohlenen 30g täglich.

Ballaststoffe sind wichtig für die Verdauung. Sie beugen Verstopfungen vor und lassen den Blutzucker langsamer ansteigen. Zudem erhöhen sie das Sättigungsgefühl, was das Abnehmen erleichtern kann.

Kauf von Erdmandeln: Das sollten sie beachten

Wenn Sie sich mit Erdmandeln eindecken möchten, gibt es neben den hohen Preisen einige Dinge, die Sie beachten sollten. Greifen Sie auf Produkte in Bioqualität zurück. Konventionelle Varianten sind oftmals mit Pestiziden kontaminiert. Außerdem wichtig: Beim Kauf von ganzen Erdmandeln sollte die Schale noch vorhanden sein, da diese viele Ballaststoffe enthält.

Erdmandelmehl unterscheidet sich in seinem Nährstoffprofil nicht von der ganzen Erdmandel, wodurch auch gemahlene Erdmandeln gesund sind. Das Gleiche gilt für Flocken, die gepresste Form der Erdmandel. Möchten Sie sich die Erdmandel auf das Brot schmieren, gibt es auch Erdmandelmus, welches ähnlich zu Erdnussbutter ist und online oder im Bioladen erhältlich ist. Zudem gibt es Erdmandelmilch, die einen vergleichbaren Geschmack zu Mandelmilch hat.

Erdmandeln können vielseitig verwendet werden

Die Verwendungszwecke für Erdmandeln sind vielseitig. Das Mehl, welches aus gemahlenen Erdmandeln besteht, kann zum Backen von Kuchen, Brot oder Keksen verwendet werden, wobei sich eine Mischung mit anderen Mehlalternativen anbietet. Zudem lassen sich gemahlene Erdmandeln zum Süßen von Porridge, Müsli oder Smoothie verwenden. Erdmandelflocken eigenen sich gut für Müslis.  

Auch wenn sie keine Nuss ist, hat die Erdmandel ähnliche Eigenschaften und fördert nicht nur die Darmgesundheit, sondern erleichtert auch das Abnehmen. Die Erdmandel ist nicht nur leicht und vielseitig einsetzbar, sondern auch sehr gesund.

Text: Helen Gräfer

Quelle:

Was sind Erdmandeln, in: ugb.de