Schimmel auf der Blumenerde: 5 Hausmittel, um den Befall zu beseitigen

Wenn man Schimmel auf der Blumenerde entdeckt, sollte man schnell handeln. Denn die Fäulnis zerstört nicht nur die Pflanze, sondern schadet auch unserer Gesundheit. Wie man den Befall erkennt und welche Hausmittel helfen.

Auf der Blumenerde hat sich ein weißer Belag gebildet - es handelt sich um Schimmel.
Schimmel breitet sich gerne in feuchten Umgebungen aus – wie hier in begossener Blumenerde Foto: iStock/Дмитрий Коростылев

Schimmel auf Blumenerde wird oft zu spät bemerkt. Denn auch wenn man sich an den Blättern und Blüten der Pflanze erfreut, bekommt die Erde im Topf meist weniger Aufmerksamkeit – höchstens beim Gießen. Wenn weiße Stellen sichtbar sind, ist es oft schon zu spät, sodass auch die Wurzeln von Schimmel befallen sind. Wie man sie doch noch retten kann, welche Hausmittel besonders wirksam sind und was vorbeugend hilft.

Blumenerde mit Schimmel: So erkennt man den Befall

Wenn sich ein weißer Belag auf der Blumenerde bildet, kann das ein Schimmelbefall sein. Es ist aber auch möglich, dass es sich um Mineralien handelt – vor allem, wenn die Pflanze über einer Heizung steht. Denn wenn durch die Wärme das Gießwasser verdunstet, bleiben gelöste Mineralien, z.B. Kalk, auf der Oberfläche zurück. Mit einem einfachen Test kann man herausfinden, ob es sich um Schimmel handelt:

Dafür mit einem Holzstäbchen, z.B. einem Zahnstocher, ein wenig von der weißen Schicht abkratzen. Wenn diese hart ist und krümelt, handelt es sich um eine mineralische Ablagerung. Diese kann mit einer kleinen Schaufel entfernt werden, weiter ist nichts zu tun. Ist der Belag hingegen weich, flaumig und riecht modrig, handelt es sich um Schimmel.

Meine Pflanze schimmelt: Diese Auswirkungen hat das auf die Gesundheit

In diesem Fall sollte schnell gehandelt werden – denn Schimmel schadet nicht nur der Pflanze, sondern auch der Gesundheit von Menschen. Wenn die Sporen in die Luft übergehen, können sie zu Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden oder allergischen Reaktionen führen. Vor allem Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet.

Mögliche Ursachen hinter Schimmel auf Blumenerde

Um Schimmel in Zukunft vermeiden zu können, sollte die Ursache der Bildung herausgefunden werden. Mögliche Gründe sind:

  • Übermäßiges Gießen: Wer eine Pflanze zu oft und zu viel begießt, begünstigt die Schimmelbildung – denn auf feuchter Erde fühlen sich die Pilze besonders wohl.

  • Hohe Raumtemperatur: Auch ein warmer und feuchter Raum führt dazu, dass Blumenerde schneller schimmelt.

  • Qualität und falsche Lagerung: Grundsätzlich schimmelt minderwertige Erde schneller als qualitativ hochwertige. Doch auch bei Qualitätserde kann es zum Pilzbefall kommen – zum Beispiel, wenn die Erde in Folie gelagert wird und sich Kondenswasser bildet. Die stetige Feuchtigkeit begünstigt die Entstehung von Schimmel.  

Diese Hausmittel helfen, wenn Erde schimmelt

Bei der Beseitigung von verschimmelter Blumenerde sollten keine aggressiven Reiniger und auch kein Spülmittel oder Salz verwendet werden – das verändert die Bodenchemie und schadet der Pflanze zusätzlich. Wenn die Erde nur wenig befallen ist, können verschiedene Hausmittel helfen, den Schimmel zu beseitigen:

  • Kamillentee zum Gießen verwenden

  • Zimt auf die Oberfläche streuen

  • in Teebaumöl und Wasser getränkte Tücher auf die Blumenerde legen

  • Aktivkohle zerreiben und auf die Erde streuen

  • Lebermoosextrakt im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischen und auf den Befall sprühen

Wenn sich der Schimmel bereits großflächig ausgebreitet hat, hilft es jedoch nur noch, die Pflanze umzutopfen bzw. in frische Erde zu stellen.

Wenn Pflanzenerde schimmelt und nichts mehr hilft: Umtopfen

Bevor man mit dem Umtopfen anfängt, sollte man sich Handschuhe anziehen und eine Maske aufsetzen, um den direkten Kontakt und das Einatmen der Sporen zu verhindern. Dann kann es losgehen:

  1. Den Topf mit der Pflanze nach draußen stellen, um eine Verbreitung der Pilzsporen in der Wohnung zu verhindern.

  2. Die Wohnung lüften.

  3. Befallene Erde aus dem Topf nehmen und entsorgen.

  4. Die Wurzeln der befallenen Pflanze mit warmem Wasser abspülen, um Schimmelreste zu entfernen.

  5. Den Topf mit Wasser und Essig reinigen.

  6. Mit frischer Erde befüllen und die Pflanze einsetzen.

Die beste Vorsorge, damit die Blumenerde nicht schimmelt

Im Idealfall wird der Pilzbefall verhindert, bevor er überhaupt entsteht. Mit ein paar simplen Möglichkeiten kann man Schimmel auf der Blumenerde vorbeugen:

  • Hochwertige Blumenerde verwenden.

  • Die Erde kühl, trocken und dunkel lagern.

  • Viel lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu senken.

  • Die Pflanze nur so viel wie nötig gießen.

  • Steine oder Sand auf die Erde legen, das hemmt die Schimmelbildung.

Je gründlicher man seine Pflanze kontrolliert und je schneller man einen Pilzbefall erkennt, desto geringer ist das Risiko, dass die Pflanze eingeht. Doch wenn sich der Schimmel auf der Blumenerde schon bis in die Wurzeln ausgeweitet hat, hilft im Zweifelsfall nur noch eine neue Pflanze zu kaufen. 

Text: Saskia Stelter