Putzen nach Corona-Infektion: Diese Hygieneregeln sollte man beachten

Eine Omikron-Infektion geht für die Mitmenschen mit einem hohen Ansteckungsrisiko einher. Das gilt ganz besonders, wenn der Partner oder ein Familienmitglied an Corona erkrankt. Mit Abstand halten, regelmäßigem Lüften und Maske tragen lässt sich das Risiko einer Infektion in einem Haushalt minimieren. Aber welche Hygieneregeln sollte man nach einer Corona-Erkrankung beachten?

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Hygieneregeln sind entscheidend, wenn es darum geht, Ansteckungen im eigenen Haushalt zu verhindern. Ist die Infektion überstanden, möchte man am liebsten die ganze Wohnung in Desinfektionsmittel hüllen, scheint doch alles irgendwie mit Viren kontaminiert zu sein. Allerdings ist übertriebene Hygiene gar nicht notwendig, sagen Experten. Dafür sollten aber nach einer Corona-Infektion einige Dinge besser entsorgt werden.

Während Corona-Infektion täglich Oberflächen reinigen

Zwar wird das Coronavirus hauptsächlich über Aerosole übertragen, trotzdem ist eine Schmierinfektion über kontaminierte Flächen nicht ganz ausgeschlossen. Denn beim Husten, Sprechen oder Niesen freigesetzte Viren können an Oberflächen haften bleiben. Corona-Erkrankte sollten daher zum Schutz der im selben Haushalt lebenden Personen ihre Hände mehrmals täglich waschen und desinfizieren, vor allem nach dem Toilettengang und dem Naseputzen.

Zusätzlich sollten Oberflächen und benutzte Gegenstände mit einem haushaltsüblichen Reinigungsmittel täglich gereinigt werden, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dazu gehören:

  • Smartphones

  • Türgriffe

  • Schranktüren

  • Lichtschalter

  • Fernbedienungen

  • Toiletten-Spülung

  • Wasserhähne

Nach Corona putzen: Desifnzieren nicht nötig

Auch wenn es sicherer erscheint, Oberflächen zu desinfizieren, ist das nicht notwendig. Sowohl während als auch nach der Genesung reicht es vollkommen aus, wenn die Wohnung mit normalen Reinigungsmitteln geputzt wird, erklärt der Hygienemediziner Ernst Tabori im Interview mit rbb. Dadurch würde das Virus bereits inaktiviert werden. Denn: Coronaviren sind nicht resistenter als gewöhnliche Erkältungsviren. Aggressive Reinigungsmittel sowie Desinfektionsmittel braucht man daher fürs Putzen nicht.

Nach Corona-Infektion: Handtücher und Bettwäsche wechseln

Meist dauert eine Omikron-Infektion fünf bis sieben Tage an. Sobald die akuten Symptome vollständig abgeklungen sind, sollten alle benutzten Handtücher und die Bettwäsche bei hoher Temperatur gewaschen werden. Auch hierbei bestehen keine Unterschiede zu anderen Erkältungserregern: Damit die Coronaviren abgetötet werden, müssen Handtücher, Kissen- und Bettbezüge bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Ein extra Hygienespüler muss nicht verwendet werden – ein Vollwaschmittel reicht aus.

Virenschleudern nach Omikron-Infektion wegwerfen

Nach der Genesung sollten zudem einige Dinge entsorgt werden. Genau wie nach anderen viralen oder bakteriellen Infektionen sollte die Zahnbürste bzw. der Aufsatz einer elektrischen Zahnbürste ausgetauscht werden, da sich darauf jede Menge Viren befinden können.

Grundsätzlich empfehlen Experten, alle Dinge nach überstandener Erkrankung zu entsorgen, die direkten Kontakt mit dem Mund oder der Nasenschleimhaut hatten. Neben der Zahnbürste müssen Corona-Genesene demnach im Zweifel auch Mundspülungen und verwendete Nasensprays wegwerfen.