Nach Portugal: Nächstes Land kämpft mit schwerer Corona-Welle

Der Omikron-Subtyp BA.5 breitet sich weltweit aus. Nach Portugal meldet nun ein weiteres Land rasant steigende Corona-Zahlen. Alle wichtigen Infos!

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Ereilt Israel dasselbe Schicksal wie Portugal? Der Staat an der Ostküste des Mittelmeeres verzeichnet immer mehr Corona-Infektionen – und das bei einer mutmaßlich extrem hohen Dunkelziffer.

Israel: Omikron-Welle wie in Portugal?

Rund 9,2 Millionen Menschen leben in Israel und die Corona-Zahlen steigen seit Wochen spürbar an. Am 14. Juni meldeten die Gesundheitsbehörden 8.344 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden.

Zum Vergleich: Noch am 29. Mai waren binnen 24 Stunden lediglich 1.213 neue Fälle verzeichnet worden.

Wie in Deutschland gehen Expert:innen von einer wesentlich höheren Dunkelziffer aus, da die wenigsten Bürger:innen ihre Infektion noch beim Gesundheitsamt melden.

Unter den Neuinfektionen befinden sich auch immer mehr schwere Fälle. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der kritischen Erkrankungen um 43 Prozent.

Omikron in Portugal - Foto: iStock/dem10
Omikron in Portugal

Portugal steckt seit Wochen in einer heftigen Corona-Sommerwelle. Anfang Mai stiegen allein die gemeldeten Infektionsfälle in eine Woche um rund 58 Prozent, die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich zwischenzeitlich verdreifacht. Treiber der Corona-Welle ist der Omikron-Subtyp BA.5, der in Portugal erstmal Ende März nachgewiesen wurde und der jetzt schon über 80 Prozent der Gesamtinfektionen ausmacht.

Kommt die Maskenpflicht in Israel zurück?

In Israel führt man die gleiche Diskussion wie in Portugal oder auch in Deutschland: Kann man den Omikron-Subtyp BA.5 mittels bereits abgeschaffter Hygienemaßnahmen in den Griff bekommen? Ins Auge gefasst wird, die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen wieder einzuführen. Angeblich soll es in Israel bereits kommende Woche, also ab dem 20. Juni soweit sein.

In Deutschland setzt sich aktuell Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für die Rückkehr der Maskenpflicht ein.

Solidarität durch Masken

Lauterbach forderte jüngst die Bürger:innen dazu auf, freiwillig Masken zu tragen. Gleiches hört man aus Israel. Der oberste Beamte des Gesundheitsministeriums, Nachman Ash, unterstrich die Bedeutung der "Solidarität" zwischen den Menschen: "In einer Situation, in der wir den Handel offenlassen und keine Einschränkungen verhängen, liegt es an jedem Einzelnen von uns, die nötigen Vorkehrungen zu treffen."

Bester Schutz vor Omikron-Subvariante - Foto: iStock/Tomwang112
Geimpft und erkrankt: Bester Schutz vor Omikron-Subvariante?

Zeitgleich zu den steigenden Corona-Zahlen im Land forscht man in Israel weiter am Omikron-Subtyp BA.5. Bisherigen Studien hatten gezeigt, dass die aktuellen Impfstoffe weniger wirksam gegen die Subvariante sind als gegen die Omikron-Muttervariante.

Bisher unveröffentlichte Untersuchungen der zentralen virologischen Forschungsstation des Landes, dem Sheba-Krankenhaus, deuten nun darauf hin, dass vollständig geimpfte Personen, die bereits an Omikron erkrankt waren, signifikant besser vor BA.5 geschützt sind, als ungeimpfte Personen, die bereits eine Omikron-Infektion durchgemacht haben.

Die Expert:innen gehen zudem davon aus, dass die Impfung das Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf mindert. Erwiesen ist das allerdings noch nicht.