Ist Knäckebrot wirklich gesund? Darauf kommt es an!

Knäckebrot gilt als Inbegriff einer gesunden Ernährung. Doch was ist wirklich dran? Ist Knäckebrot gesund? Kann man damit abnehmen? Und was sollte man beim Kauf beachten?

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Mit einer Scheibe Knäckebrot auf dem Teller fühlt man sich doch gleich viel gesundheitsbewusster. Doch ist das überhaupt gerechtfertigt? Das ursprünglich aus Schweden stammende Knusperbrot hat zweifelsfrei einen guten Ruf – aber ob Knäckebrot wirklich so gesund ist, hängt ganz entscheidend vom Produkt ab.

Ist Knäckebrot gesund?

Knäckebrot enthält reichlich Nährstoffe wie beispielsweise pflanzliches Eiweiß, Kalzium, Magnesium und Zink.

In 100 Gramm Vollkornknäckebrot stecken außerdem bis zu 17 Prozent Ballaststoffe – und die beugen Übergewicht vor, unterstützen die Darmflora, helfen bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels und schützen sogar vor Krebs. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt darum die Aufnahme von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag.

Wichtig ist dabei aber: Das Knäckebrot muss zu 100 Prozent aus Vollkorn bestehen. Die Zusatzbezeichnung „Vollkorn“ bietet dafür keine Garantie. Denn häufig ist nur ein Vollkornanteil enthalten, der Rest besteht aus einem Mix aus verschiedenen Mehlsorten; häufig ist ein großer Weißmehl-Anteil enthalten.

Eignet sich Knäckebrot zum Abnehmen?

Eine Scheibe Knäckebrot hat nur etwa 45 Kalorien, eine Scheibe Mischbrot mehr als doppelt so viele. Das Problem ist allerdings häufig, dass die dünnen Scheiben dafür üppig belegt werden. Je nach Menge des verzehrten Knäckebrots kann dann wieder einiges an Kalorien zusammenkommen. Darum sollten Sie im Zuge einer Diät besonders darauf achten, das Knäckebrot auch entsprechend kalorienarm zu belegen.

Welches Knäckebrot ist zum Abnehmen am besten?

Auch zum Abnehmen sollte das Knäckebrot aus reinem Vollkornmehl gebacken sein. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe ist also vor dem Kauf ein Muss. Denn besteht das Brot zu großen Teilen aus Weißmehl, kann es den gegenteiligen Effekt haben und dem Diäterfolg im Wege stehen.

Knäckebrot ohne Acrylamid: Nicht die Regel

Dass das Knäckebrot so dünn und knusprig daherkommt, hat seinen Preis: Beim Rösten kann der vermutlich krebserregende Stoff Acrylamid entstehen. Um dies zu vermeiden, müssen Hersteller auf eine schonendere Zubereitung mit niedrigeren Temperaturen und etwas längeren Backzeiten umstellen.

Laut Verbraucherschützer:innen ist der Anteil an Acrylamid im Knäckebrot durch Umstellungen in der Herstellung in den letzten Jahren zwar deutlich geringer geworden. Laut einem Bericht von Öko-Test im Mai 2021 ist das Problem aber noch nicht bei allen Produkten vollständig behoben. Von 19 getesteten Brotsorten wiesen demnach drei Viertel einen erhöhten Acrylamid -Anteil auf.

Knäckebrot mit Pestiziden belastet

Die Tester:innen entdeckten außerdem in einigen Knäckebrotsorten das in der EU verbotene Pestizid Ethylenoxid. Möglicherweise wurde der im Knäckebrot enthaltene Sesam damit behandelt.

Folgende Sorten wurden in dem Test 2021 mit „ungenügend“ bewertet:

  • Pural Aliment Knäcke Sesam Demeter

  • Alnatura Knäcke-Brot Sesam

  • Allos Amaranth Knäcke Sesam

Die Note „mangelhaft“ erhielt das Produkt Burger Knäcke Das Landknäcke Sesam. Folgende Produkte wurden mit „gut “ oder „sehr gut“ benotet:

  • Barilla Wasa Sesam Gourmet (sehr gut)

  • Edeka Gut und günstig Knäckebrot Sesam (sehr gut)

  • Dr. Karg‘s Classic 3-Saat Bio-Knäckebrot (gut)

  • Dennree Vollkorn Knäckebrot Saaten-Mix (gut)

Knäckebrot: Gesund oder nicht?

Die Frage, ob Knäckebrot gesund ist, ist also nicht pauschal zu beantworten – wichtig ist, beim Kauf darauf zu achten, dass es sich um reines Vollkornbrot handelt und möglichst um ein Produkt ohne erhöhte Schadstoffwerte. Werden diese Punkte beim Kauf beachtet, ist Knäckebrot gesund und kann getrost in den täglichen Speiseplan aufgenommen werden.

Quellen:

Knäckebrot im Test: Nur zwei Produkte sind "sehr gut", in: oekotest.de

Ballaststoffe (Nahrungsfasern), in: dge.de