Homöopathie bei Neurodermitis: „Sanfte Therapie heilte meine Haut“

Monatelang litt Heidi Borsum (66) unter den Symptomen einer Neurodermitis. Mit Geduld und sanfter Unterstützung verhalf sie ihrer Haut jedoch wieder ins Gleichgewicht

Frau mit Neurodermitis kratzt sich am Arm
Homöopathische Mittel kommen auch bei Hautproblemen zum Einsatz Foto: iStock/Images
Heidi Borsum
Heidi Borsum erzählt über ihre Homöopathie-Erfahrungen Foto: privat

Vor einigen Jahren hatte ich mit einer Neurodermitis zu kämpfen. Meine Haut war empfindlich, gerötet, schuppig – und sie juckte furchtbar. In manchen Nächten saß ich verzweifelt im Bett, weil mich der Juckreiz und die Schmerzen wachhielten. Ich kratzte und kratzte, die Haut riss auf, entzündete sich und juckte noch mehr – ein quälender Kreislauf.

"Mit naturheilkundlichen Ansätzen kam ich immer gut zurecht"

Ein Vierteljahr ging das so, dann bin ich zum Hautarzt gegangen. Er hat die Erkrankung diagnostiziert und mir als eine Therapie-Option Kortison-Salbe vorgeschlagen. Ich wollte es aber lieber erst einmal mit sanfter Medizin probieren. Mein Leben lang bin ich ja gut mit naturheilkundlichen Ansätzen gefahren, und ich vertraute auch diesmal darauf, dass mein Körper die Beschwerden mit sanfter Unterstützung aus eigener Kraft in den Griff bekommen würde.

„Der Mensch kann zwar helfen, die Natur allein aber kann heilen.“
Alfred Vogel (1902-1996), Schweizer Heilpraktiker

Homöopathie bei quälendem Juckreiz

Mit der Homöopathie habe ich schon viele gute Erfahrungen gemacht, deshalb fragte ich auch diesmal meinen naturheilkundlich arbeitenden Arzt. Er empfahl mir das Mittel Graphites, das ich dann nach seiner Vorgabe zwei Wochen lang eingenommen habe. Zunächst dachte ich, dass die Therapie nicht anschlägt, doch nach etwa einer Woche spürte ich, wie sich der Zustand meiner Haut langsam besserte. Endlich hörte das quälende Jucken auf, und die wunden Stellen verheilten. Seitdem ist die Krankheit auch nicht wieder aufgetreten.

2 Fragen an den Homöopathie-Experten Dr. Ulf Riker, Allgemeinmediziner aus München

Wie wirkt Homöopathie bei Hautproblemen?

Dr. Ulf Riker: "Homöopathische Arzneien werden individuell auf Basis spezieller Krankheitssymptome ausgewählt. Die Widerstandsfähigkeit der Haut zum Beispiel lässt sich stärken, wenn die verordnete homöopathische Arznei sowohl die körperlichen als auch die seelischen Aspekte des Menschen berücksichtigt."

Wie findet man das richtige Mittel?

"In allen Fällen, in denen es um mehr geht als um einfache Akuterkrankungen sollte immer qualifizierte Homöopathen (Ärzte oder Heilpraktiker) zu Rate gezogen werden. Diese bestimmen auch Dosierung und Wahl der geeigneten Potenz."

"Der Organismus wird in die Lage versetzt, sich selbst zu heilen"

Dieses Erlebnis hat mir mal wieder bestätigt, wie gut der homöopathische Heilansatz ist. Anders als viele chemisch-synthetische Medikamente, unterdrücken die Mittel nicht einfach nur die Symptome, sondern sie zielen darauf ab, Körper und Geist in den Ausgleich zu bringen. Der Organismus wird in die Lage versetzt, sich selbst zu heilen. Herkömmliche Schmerzmittel nehme ich nur selten, neulich zum Beispiel nach einem chirurgischen Eingriff. Aber im Alltag, auch bei Kopf- oder Gelenkschmerzen, komme ich wunderbar mit meiner homöopathischen Apotheke zurecht.

Für Gesunde Haut

Das homöopathische Mittel Graphites wird häufig bei gesundheitlichen Problemen der Haut und Schleimhäute ­eingesetzt.

Dosierung bei Hautausschlägen: 2-mal täglich 3 Globuli Graphites D 12, eine bis zwei Wochen lang. Ärzte, Heilpraktiker oder Apotheke beraten Sie.

Text aus: Tina 4/2022