Die besten und schlechtesten Schlafpositionen: So sollten Sie (nie) schlafen!

Seitlich, auf dem Bauch, mit angewinkelten Beinen oder weit ausgestreckten Gliedern – jeder Mensch schläft anders. Doch wenn uns eine Schlafposition besonders gemütlich erscheint, heißt das noch lange nicht, dass sie unserem Körper auch guttut. Welche die schlimmsten und besten Schlafpositionen sind.

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Über die eigene Schlafposition denkt man für gewöhnlich nicht viel nach. Legt man sich ins Bett, möchte man es sich einfach gemütlich machen. Wer sich jedoch am Morgen ständig so fühlt, als sei er in der Nacht einen Marathon gelaufen, sollte seine Schlafgewohnheiten genauer unter die Lupe nehmen – ein Überblick über die schlechtesten und besten Schlafpositionen:

Die schlimmste Schlafposition: Die Bauchlage

Laut Umfragen schlafen die wenigsten Menschen auf dem Bauch – und das ist auch gut so. Es ist nämlich die schlechteste Schlafposition. Kopf, Arme und Rumpf werden so positioniert, dass der Körper extrem belastet wird: Der Kopf ist zur Seite gedreht, die Arme liegen angewinkelt neben oder unter dem Kopf und Bauch und Becken ziehen nach unten. Dadurch wird nicht nur der Nacken ständig angespannt, sondern auch die Wirbelsäule durchgedrückt. Rückenschmerzen und Nackenstarre am Morgen sind hier vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass freies Atmen in dieser Position kaum möglich ist, da der Brustkorb zusammengedrückt wird.

Mit angewinkelten Beinen schlafen: Embryoposition ist schlecht fürs Herz

Auch die sogenannte Embryoposition stellt eine erhebliche Belastung für den Körper dar. Das liegt vor allem daran, dass der Brustkorb verengt wird, wenn der Oberkörper zusammengerollt und die Beine angewinkelt werden. Das erhöht den Druck auf Lunge und Herz. Schläft man auf der rechten Seite, drückt das Körpergewicht zudem auf die Venen, was die Durchblutung stört. Das hat einen unruhigen Schlaf zur Folge, da der Körper versucht, die Blutzirkulation durch mehr Bewegung auszugleichen. Die Folge: Man wacht öfter in der Nacht auf und am Morgen fühlt man sich unausgeruht.

Die Rückenlage als beste Schlafposition

Auf dem Bauch und auf der rechten Seite zu schlafen, ist schlecht. Aber wie schläft es sich laut Expert:innen am besten? Wer gerne auf dem Rücken schläft, kann sich glücklich schätzen. Denn die Rückenlage ist die gesündeste Schlafposition. Das gilt besonders für Menschen mit Rückenleiden und Magen-Beschwerden wie Sodbrennen und Reflux.

Denn meist ist in dieser Position der Kopf leicht erhöht und nach oben gerichtet, während die Beine ausgestreckt sind. Dadurch kann der Mageninhalt nur schwer nach oben gelangen. Außerdem wird in Rückenlage die Wirbelsäule geschont. Ein weiterer Vorteil dieser Schlafposition ist, dass sich mit durch einen nicht mehr ganz so frischen Kissenbezug verursachte Pickel vorbeugen lassen, da sich Wangen und Kissen nicht berühren.

Gesunde Schlafposition: Auf der linken Seite liegen

Zwar mag die Rückenlage die gesündeste Schlafposition sein, die gemütlichste ist sie aber bei Weitem nicht. Und für Menschen, die schnarchen oder Atemaussetzer im Schlaf haben, ist die Rückenlage auch nicht optimal, da sie die Beschwerden begünstigt. Eine Alternative zur Rückenlage ist die seitliche Schlafposition, wenn sich das Körpergewicht auf der linken Seite befindet. Wichtig ist hierbei allerdings, dass die Wirbelsäule nicht gekrümmt wird. Den Rücken sollte man möglichst neutral halten. Sind die Beine angewinkelt, sollte zur Stabilisierung ein Kissen zwischen den Beinen gelegt werden, damit das untere Bein und das Becken entlastet werden.

Aber: Auch gesunde Schlafpositionen können Schmerzen bereiten, wenn der Kopf zu hoch oder zu niedrig lagert – wählen Sie daher ein Kissen aus, das eine neutrale Position des Kopfs erlaubt. Und nicht vergessen: Ob gesunde oder ungesunde Schlafpositionen - wichtig ist auch, dass Sie ausreichend Schlaf finden.

Quellen:

Dahlke, R. (2013). Schlaf-die bessere Hälfte des Lebens. Rhytmus Verlag.

Holzinger, B., & Klösch, G. (2018). Ein-und Durchschlafhilfen. In Schlafstörungen (pp. 197-203). Springer, Berlin, Heidelberg.