Corona-Ausbruch trotz Impfung: Ein Todesopfer, zahlreiche Infizierte

Trotz einer hohen Impfquote von 94 Prozent kämpft ein Altenheim in NRW gegen einen Corona-Ausbruch. Ein 84-jähriger Mann starb an der britischen Variante, mehrere Mitarbeitende und Bewohner*Innen befinden sich in Quarantäne, es herrscht ein Begehungsverbot. Die Hintergründe des tragischen Falls.

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170 der 181 Bewohner*Innen des Caritas-Altenzentrum Herz Jesu in Düsseldorf sind bereits mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Trotzdem kam es vergangene Woche zu einem COVID-19-Ausbruch, der inzwischen ein Todesopfer gefordert hat. 

Corona-Ausbruch in Altenheim in Düsseldorf

Im Haus werden regelmäßig Schnelltests unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, sämtlichen Mitarbeitenden und den Besuchern durchgeführt. Vergangenen Mittwoch (14. April) war ein Bewohner des Seniorenheims vor seiner Aufnahme in ein Krankenhaus positiv auf COVID-19 getestet und das Altenzentrum daraufhin in Alarmbereitschaft versetzt worden. Anschließende PCR-Reihentests bestätigten den Corona-Ausbruch: Neun Bewohner*Innen und fünf Mitarbeitende haben sich mit Corona abgesteckt. 

Von den infizierten Bewohnerinnen und Bewohnern sind sieben vollständig geimpft, zwei warten auf die Zweitimpfung. Bei den Mitarbeitern haben drei die erste Impfung bereits erhalten. 

Mann stirbt an britischer Variante

Ursprünglich hatten die PCR-Tests zehn Infektionen unter den Bewohnern des Heims ergeben. Einer der von dem Corona-Ausbruch betroffenen Senioren ist allerdings am Montag (19. April) verstorben. Der 84-jährige Mann hatte wie der Großteil der Heimbewohner die Erstimpfung bereits erhalten und wartete auf die zweite Dosis. Er litt allerdings an Vorerkrankungen, wie unter anderem „NRZ“ meldet. Bei ihm konnte die britische Virusmutation B.1.1.7 nachgewiesen werden. 

Ob auch die anderen Betroffenen mit der britischen Variante infiziert sind, muss noch untersucht werden. Laut Aussagen der Heimleitung verlaufen sämtliche Infektionen mit lediglich milden Corona-Symptomen.  

Quarantäne, Isolation und Begehungsverbot

Im Caritas-Altenzentrum Herz Jesu wurden unverzüglich Schutzmaßnahmen eingeleitet, um den Corona-Ausbruch in den Griff zu kriegen.

Alle Betroffenen befinden sich in Quarantäne: Die infizierten Bewohner*Innen in ihrem Wohnbereich, das Pflegepersonal in häuslicher Quarantäne. Zusätzlich wurden 13 Bewohnerinnen und Bewohner und eine Beschäftigte als Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt. Auch sie stehen unter Quarantäne.
Der Wohnbereich im Erdgeschoss, in dem die infizierten Bewohner*Innen leben, wurde isoliert und ein Begehungsverbot ausgesprochen. Besuche von Angehörigen sind bis zunächst 30. April nicht möglich. Die Heimleitung hofft, den Corona-Ausbruch bis dahin eingedämmt zu haben.