Bier im Öko-Test: Becks, Veltins & Co. im Check – zwei fallen durch!

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat jetzt Bier unter die Lupe genommen – und zwar das besonders beliebte Pils: 50 Pilsmarken wurden auf Geschmack und schädliche Inhaltsstoffe getestet. Die Ergebnisse im Überblick.

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Die Deutschen lieben Pils. Doch können sie es auch unbedenklich genießen? Dieser Frage ist Öko-Test nun nachgegangen und hat 50 Biermarken der Sorte Pils auf Herz und Nieren geprüft. Zwei Pilsbiere sind dabei durchgefallen, andere wurden bemängelt. Insgesamt ist der Test aber sehr gut ausgefallen.

Öko-Test testet 50 Pils auf Geschmack und Schadstoffe

Getestet wurden deutschlandweit bekannte Biermarken wie Beck's, Krombacher und Veltins, dazu regional verbreitete Produkte sowie 8 Bio-Pilsbiere. Im Fokus standen dabei zum einen der Geschmack sowie pilstypische Qualitätsmerkmale wie Stammwürzegehalt, Schaumhaltbarkeit und Bittereinheiten. Dazu wurde auf Bakterien, Schimmelpilze und das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat getestet. Ein weiteres Prüfkriterium waren Einweg- oder Mehrwegflaschen.

Bier im Öko-Test: Von 50 Pilsmarken fallen zwei durch

Ein Pils hat besonders schlecht abgeschnitten: das „Pinkus Pils“ von Bioland. In dem Produkt wurden Pediokokken gefunden – Milchsäurebakterien, die sich auf den Geschmack des Bieres auswirken. Diese sind zwar nicht schädlich, führen aber wegen des Fehlgeschmacks zu einer deutlichen Qualitätsminderung.

„Kontaminationsgeschmack mit buttrigen Noten“ lautet daher das vernichtende Urteil der Tester. Typischerweise sollte ein Pils bitter bis herb schmecken. Aus diesem Grund wurde das „Pinkus Pils“ mit „ungenügend“ am schlechtesten bewertet.

Ein weiteres Pils ist mit der Note „mangelhaft“ durch den Test gefallen: das „Kaiserkrone Pils“ von Norma. Bemängelt wurde unter anderem auch hier der Geschmack mit „untypischen Aromen“ sowie die Verpackung in einer PET-Einwegflasche, die nur einen Recyclinganteil von 25 Prozent hat.

Öko-Test: Weitere Biere im Geschmackstest „befriedigend“

Insgesamt 10 Pilsbiere sind von den Testern mit „leichten Fehlnoten“ im Geschmack kritisiert worden. 5 von ihnen wurde zugestanden, dass Geschmäcker verschieden sind. Andere erhielten jedoch nur die Note „befriedigend“ für den Geschmack – neben dem zuvor genannten „Kaiserkrone Pils“ von Norma auch „Bosch Pils“ der Brauerei Bosch (Gesamturteil „gut“) sowie „Tyskie Gronie Pils“ der Kompania Piwowarska (Gesamturteilbefriedigend“). Bemängelt wurden unter anderem eine „brotige Note“, eine „sehr dunkle Farbe“ und eine „leichte Alterungsnote“.

Bier im Öko-Test – auch Glyphosat gefunden

Schädliche Inhaltsstoffe fanden die Tester kaum, in 12 Pilsbieren wurden allerdings Spuren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat nachgewiesen – unter anderem in „Beck’s Pils“, „Flensburger Pilsener“, „Jever Pilsener“ und „Krombacher Pils“. Obwohl die Werte weit unter dem in der EU für Braugerste zulässigen Höchstgehalt lagen, gab es Punktabzug: Glyphosat gilt als „wahrscheinlich krebserregend“, was Öko-Test aus „Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ in die Beurteilung einbezogen hat. Alle Bio-Pilsbiere waren frei von Glyphosat.

28 Pils im Öko-Test „sehr gut“

Trotz dieser Mängel ist der Test insgesamt aber durchaus positiv ausgefallen:

  • 28 Pils wurden mit „sehr gut beurteilt“

  • 17 Biere erhielten die Note „gut“

  • 3 Pils haben mit „befreidigend“ bestanden

  • Nur 1 Pils ist „mangelhaft“ und 1 „ungenügend“

Die detaillierten Ergebnisse des Öko-Tests für Biere sind online kostenfrei abrufbar.