Affenpocken-Ausbruch: Kita geschlossen!

Erstmals hat ein Affenpocken-Ausbruch nun zur Schließung einer Kita in Deutschland geführt. Wer infiziert ist und was das für die Kinder bedeutet.

Laborformular zum Affenpocken-Virus
Ein Affenpocken-Fall hat jetzt zur Schließung einer Kita geführt Foto: IMAGO/Christian Ohde

Eine Infektion mit Affenpocken verläuft meist milde. Dennoch musste nun nach einem Affenpocken-Ausbruchs eine ganze Kita schließen. Wie gefährlich ist die Situation?

Affenpocken-Ausbruch: Kita in Mönchengladbach geschlossen

Medienberichten zufolge hat sich eine Person der Belegschaft mit dem Affenpocken-Virus infiziert. Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach hat daraufhin die gesamte Einrichtung bis zum 6. September geschlossen. Dies betrifft 93 Kinder und 25 Beschäftigte.

Dass das Virus von der infizierten Person auf ein Kind oder Kolleg:innen übertragen worden ist, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Bei einer Ansteckung zeigen sich innerhalb von fünf bis 21 Tagen Symptome wie Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen, Ausschlag und geschwollene Lymphknoten. In seltenen Fällen können diese Anzeichen auch bereits nach zwei bis vier Tagen auftreten.

Kinder und Schwangere durch Affenpocken in Kita gefährdet

Normalerweise verläuft eine Affenpocken-Infektion milde, die Symptome klingen von selbst ab und die Erkrankten erholen sich in wenigen Wochen wieder. Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt jedoch: „Allerdings können bei einigen Betroffenen, insbesondere bei Kindern oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, auch schwere Verläufe auftreten.“ Wenn beispielsweise in Afrika Menschen am Affenpocken-Virus verstorben seien, dann wären es Kinder und Schwangere, hat der Medizin-Experte Dr. Christoph Specht bereits Ende Juni gegenüber „RTL“ bestätigt.

Affenpocken in Kita – keine Quarantäne

Weder die Erwachsenen noch die Kinder müssen sich zu Hause isolieren. Wie ein Sprecher der Stadt erklärte, gelte für Kontaktpersonen der Kategorie 2 bei Affenpocken keine Quarantänepflicht. „Da sie aber nach Empfehlung des RKI den Kontakt mit Kindern unter zwölf Jahren und mit Schwangeren vermeiden sollten, weil diese Gruppe gefährdeter ist, blieb uns gar nichts anderes übrig, als die Einrichtung zu schließen“, so der Sprecher. Da sich bisher niemand weiteres infiziert hat, dürfte die Kita nach dem Affenpocken-Ausbruch wie geplant am 6. September wieder öffnen.